Als die Menschen sesshaft wurden und sich erste Behausungen bauten, nahmen sie Reet als Baumaterial. Es ist somit eins der ältesten Baumaterialien überhaupt, wenn es um den Häuserbau ging. Dieses Schilfgras ließ sich leicht verarbeiten und stand reichlich zur Verfügung. Es war ein nachwachsender Rohstoff und musste nur noch geschnitten werden. Archäologische Funde belegen, dass seit mehr als fünftausend Jahren Reet für den Hausbau verwendet werden. Am Bodensee hat man gut erhaltene Pfahlbauten aus der Steinzeit entdeckt, die mit Schilf gedeckt waren.
Im Mittelalter baute man aus Gründen der Verteidigung die Häuser möglichst eng zusammen. Das führte manchmal zu Problemen, denn durch die enge Bebauung erhöhte sich die Brandgefahr doch erheblich. Deshalb baute man immer mehr Dächer aus Ziegel. Auf dem Land baute man aber weiter traditionell Reetdächer.
Reetgedeckte Häuser findet man in Europa, Afrika und Asien. Besonders weit verbreitet sind sie im Küstenraum von Nord und Ostsee. Auf der Insel Sylt gibt es in einigen Orten Vorschriften, die besagen, dass Häuser ausschließlich mit Reet eingedeckt werden dürfen. Und wer schon mal dort war, kann bestätigen, dass diese Häuser ein echter „Hingucker“ sind.
Durchschnittlich wird ein Reetdach 30 bis 50 Jahre alt. Es gibt aber gesicherte Hinweise, dass einige Reetdächer über 100 Jahre alt wurden. Wie alt ein Reetdach werden kann, hängt verschiedenen Faktoren ab. Die Konstruktion, der Neigungswinkel und die Belüftung des Daches, aber auch die Qualität des Reets, haben großen Einfluss auf das mögliche Alter des Daches.
Heute kann der Bedarf an deutschem Reet nicht mehr gedeckt werden. Deshalb wird Reet nach Deutschland importiert. Mehr als die Hälfte des Reets kommt aus Rumänien, aber auch aus der Ukraine und Ungarn. Aus der Türkei und China kommen etwa 10 Prozent. Weil auch Reetreste aus den Niederlanden, die wegen mangelnder Qualität dort keine Verwendung finden, nach Deutschland importiert werden, sollte man sich unbedingt an einen Fachmann wenden, wenn man ein Reetdach bauen will.
Ein gut gebautes Reetdach ist nicht nur eine Augenweide, sondern hat durchaus seine Berechtigung und ist eine gute Alternative zu Ziegeldächern und Dächern aus anderen Materialien. Ein Bausparvertrag Rechner hilft bei der Planung des Hausbaus.
Häuser mit Reetdach
Im Mittelalter baute man aus Gründen der Verteidigung die Häuser möglichst eng zusammen. Das führte manchmal zu Problemen, denn durch die enge Bebauung erhöhte sich die Brandgefahr doch erheblich. Deshalb baute man immer mehr Dächer aus Ziegel. Auf dem Land baute man aber weiter traditionell Reetdächer.
Reetgedeckte Häuser findet man in Europa, Afrika und Asien. Besonders weit verbreitet sind sie im Küstenraum von Nord und Ostsee. Auf der Insel Sylt gibt es in einigen Orten Vorschriften, die besagen, dass Häuser ausschließlich mit Reet eingedeckt werden dürfen. Und wer schon mal dort war, kann bestätigen, dass diese Häuser ein echter „Hingucker“ sind.
Durchschnittlich wird ein Reetdach 30 bis 50 Jahre alt. Es gibt aber gesicherte Hinweise, dass einige Reetdächer über 100 Jahre alt wurden. Wie alt ein Reetdach werden kann, hängt verschiedenen Faktoren ab. Die Konstruktion, der Neigungswinkel und die Belüftung des Daches, aber auch die Qualität des Reets, haben großen Einfluss auf das mögliche Alter des Daches.
Heute kann der Bedarf an deutschem Reet nicht mehr gedeckt werden. Deshalb wird Reet nach Deutschland importiert. Mehr als die Hälfte des Reets kommt aus Rumänien, aber auch aus der Ukraine und Ungarn. Aus der Türkei und China kommen etwa 10 Prozent. Weil auch Reetreste aus den Niederlanden, die wegen mangelnder Qualität dort keine Verwendung finden, nach Deutschland importiert werden, sollte man sich unbedingt an einen Fachmann wenden, wenn man ein Reetdach bauen will.
Ein gut gebautes Reetdach ist nicht nur eine Augenweide, sondern hat durchaus seine Berechtigung und ist eine gute Alternative zu Ziegeldächern und Dächern aus anderen Materialien. Ein Bausparvertrag Rechner hilft bei der Planung des Hausbaus.