Heidekraut

Heidekraut

Unter dem Heidekraut wird eine Pflanze verstanden, welche der Familie der Heidekrautgewächse angehört. Während das Heidekraut umgangssprachlich auch als Erika oder Heide bezeichnet wird, lautet die wissenschaftliche Bezeichnung Ericaceae. In der Familie der Heidekrautgewächsen befinden sich insgesamt rund 860 verschiedene Arten. Diese sind überwiegend im Süden Afrikas vorzufinden, allerdings sind einige Gattungen auch in Asien und Europa beheimatet.

Das Heidekraut und dessen Besonderheiten

Das Heidekraut wächst an Bäumen oder Sträuchern, die Höhe beträgt je nach Art zehn bis 30 Meter. Oftmals fehlen die Knospenschuppen, das Mark ist gleichmäßig aufgebaut. Die Blätter sind selten verstreut oder gegenständig, zumeist stehen diese in Wirteln. Die Kelchblätter sind regelmäßig vierfach ausgeprägt, die Blütenblätter welken und sind groß sowie farbig. Der Griffel ist entweder zurückgebogen oder becherförmig, oftmals ist dieser sehr stark verdichtet. Während der Fruchtknoten oftmals fehlt, ist der Griffel sehr lang und dick. Das Heidekraut besitzt oftmals vier Fruchtblätter, viele Arten haben auch ein bis acht Fruchtblätter. Die Früchte des Heidekrauts öffnen sich entlang der Außenwand, diese werden als Steinfrüchte bezeichnet. Knapp 90 Prozent der Heidekrautarten sind in Südafrika vorzufinden, weitere Arten befinden sich in anderen Teilen Afrikas, Europa, dem mittleren Osten oder auf der arabischen Halbinsel.

Heidekraut und dessen Verwendung beim Dachreet

Bei einem Dachreet können kleinere Schäden durch die Einarbeitung von Heidekraut behoben werden. Auch an anderen Stellen des Dachreets, sackt das Heidekraut durch äußere Witterungseinflüsse in sich zusammen. Das Dachreet kann in diesem Fall einfach mit frischem Heidekraut aufgestockt werden. Nach zwei bis drei Jahren sollte der Draht wieder nachgezogen werden, sodass dieser fest anliegt und das Heidekraut stark an den First gedrückt wird.